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Dieses Camp ist für die Basics, auf die man ein Fliegerleben lang aufbaut. Wir fliegen und nehmen uns viel Zeit für Theorie und gezieltes Groundhandling.
Für dich, wenn das stimmt: Du hast das Schweizer Brevet oder mindestens IPPI 4 und willst Thermik gezielt finden und ausdrehen.
Thermik gezielt finden und ausdrehen: Daran arbeiten wir unser ganzes Gleitschirmleben. Und es ist so schön, wenn es aufgeht.
Am Tisch und auf der Wiese: die Prognose verstehen, Groundhandling, aktiv fliegen lernen oder verbessern. In der Luft geht es dann um die Thermik selbst: sie finden, zentrieren und nachzentrieren. Und wenn es an einem Tag aufgeht, hängen wir eine kleine Strecke an, von einer Thermik zur nächsten und wieder zurück.
Eine Gruppe, zwei Trainer
Wir sind zu zweit für zwölf Leute: Erika Dürr von ulligunde.com und Chris Fromm, das bin ich. So können wir die Gruppe nach euren Bedürfnissen aufteilen.
Wenn du damit kämpfst, Thermik überhaupt zu finden, bevor du wieder am Boden stehst, arbeiten wir genau daran: Wir erklären dir, wie du Gelände und Wolken liest und damit erkennst, wo du sie am besten suchst. Danach geht es darum, die Thermik effizient zu zentrieren und zu merken, wann es Zeit ist, woanders zu suchen. Gerade für das Fliegen von Strecken mit einem sicheren Gefühl ist das gezielte Finden von Thermik essenziell.
Wenn du Thermik bereits findest, aber das Gefühl hast, ewig in einer zu stecken, permanent von anderen ausgedreht zu werden oder sie dir meist turbulent vorkommt, schauen wir uns deinen Flugstil an und geben dir Feedback und Übungsideen.
Verständigung in der Luft ist uns wichtig und wir haben alles dabei: Funk und, wenn jemand um den Berg herum ausser Reichweite ist, eine Push-to-Talk-App auf dem Handy (Zello). Dazu stellen wir Push-to-Talk-Tasten und Knochenschall-Kopfhörer, damit du einfach funkst und uns klar hörst.
Wer dabei ist

Erika Dürr ist ulligunde: Podcasterin, Fotografin, Hike-and-Fly- und Streckenpilotin aus dem Allgäu. Sie leitet Streckenflug-Seminare, B-Schein-Kurse und Thermikkurse. Starttechnik und Groundhandling liegen ihr besonders am Herzen, weil sie die Basis für so vieles sind. Was ich in ihr sehe: Sie sieht einen Menschen dort, wo er steht und findet mit ihm heraus, wie er dorthin kommt, wo er hinwill. Mehr über sie steht auf ulligunde.com.

Chris Fromm, das bin ich. Ich wohne bei Interlaken, fliege seit vielen Jahren Strecke im Wallis und im Berner Oberland und begleite Pilotinnen und Piloten in meinen XC Camps und beim Coaching. Was mich an diesem Camp reizt: Wenn die Basics einmal wirklich sitzen, tut sich eine wunderschöne Welt auf. Genau dort setzen wir an. Mehr über mich steht auf der Startseite.
Warum Interlaken
Von Interlaken aus liegen in jede Richtung Startplätze, die sich fliegerisch unterscheiden. Fast jede Lage hat hier ihren Berg und am Morgen entscheiden wir, wo die Bedingungen für die Gruppe am besten passen.
Die Landeplätze sind gross und die Bahnen fahren dich wieder hoch. An einem Tag hast du damit drei, vier Flüge, also drei, vier Chancen, die Thermik zu erwischen. Genau darum geht es: Aufdrehen lernt man durch Wiederholung. Groundhandling üben wir auf Wiesen in der Nähe. Und überall fährt der ÖV hin.

Foto: Wanderingchina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Base ist die Backpackers Villa Sonnenhof an der Höhematte, dem Landeplatz mitten in Interlaken. Dort haben wir den Seminarraum mit Küche für uns reserviert: am Morgen die Prognose, am Abend die Tracks, dazwischen Kaffee aus der eigenen Küche. Von dort kommen wir überall hin.
Schlafen buchst du selbst. Wir empfehlen die Villa: Sie hat zurzeit Viererzimmer frei, als Richtwert rund 75 Franken pro Nacht mit Frühstück. Buchen tust du das Bett selbst; wer ein Viererzimmer möchte, sagt es uns im Buchungsformular und kommt in eine WhatsApp-Gruppe, in der ihr euch die Zimmer untereinander aufteilt. Einzel- und Doppelzimmer hat die Villa nur wenige; wer eines möchte, sucht sich in Interlaken oder in der Umgebung selbst etwas. Und wer mit dem Camper kommt, sagt es uns ebenfalls im Formular.
Startplätze
- First, Grindelwald
- Niederhorn, Beatenberg
- Niesen
- Niesenkette
- Simmental
- Emmental, bei Südföhnlagen
- Stockhornkette, bei Nordlagen
- Planplatten, Meiringen
- Domodossola in Italien, bei Nordstau, mit dem Zug in unter zwei Stunden erreichbar
Welcher es wird, entscheiden wir am Morgen nach der Lage.
Auch bei schlechtem Wetter
Bei diesem Camp ist der Boden kein Ersatzprogramm. Die Hälfte dessen, was du hier lernst, passiert am Tisch und auf der Wiese und das geht bei jedem Wetter: alles, was unter «Am Boden» steht, dazu die Übungswiese. Deshalb findet das Camp statt, auch wenn die Prognose für die vier Tage wenig Flugtage hergibt. Und sobald es fliegt, sind wir am Berg.

Was du lernst
Am Boden
Den passenden Tag finden. Welcher Tag zu dir passt und woran du das in der Prognose erkennst. Wir lesen sie zusammen in modernen Tools wie burnair oder XCTherm, jeden Morgen für genau diesen Tag.
Das Startfenster. Wann es beginnt, wann es endet und warum. Am Startplatz prüfst du es an den Zeichen: am Hangaufwind, an den Wolken, an steigenden Vögeln.
Thermikflug oder Abgleiter. Was der Tag hergibt und was du dir für ihn vornimmst. In ruhiger Luft lernst du den Druck in den Bremsen kennen, den du in der Thermik brauchst.
Groundhandling. Am Boden machst du die Bewegungen, die in der Luft aktives Fliegen bedeuten. Nur übst du hier hundertmal in der Stunde, was dir in der Luft dreimal pro Flug passiert: den Schirm halten, ihn blind halten, ihn schiessen lassen und abfangen.

In der Luft
Aktiv fliegen. Kappe hinten: Bremse hoch. Kappe vorne: bremsen und weich lösen. Dazwischen hältst du den Druck in den Händen. Steht der Schirm ruhig über dir, hast du den Kopf frei fürs Zentrieren.
Die Thermik finden. Wo sie ausgelöst hat, woran du das vorher siehst und aus welcher Richtung du sie anfliegst.
Einfliegen. Beim Einflug fällt die Kappe zurück und der Druck in den Bremsen steigt. Was deine Hände dann tun, hast du am Boden schon geübt.
Zentrieren und nachzentrieren. Wo der Kern steckt und wie du hinkommst. Und wie du den Kreis versetzt, wenn es auf einer Seite besser steigt.
Die Charaktere unterscheiden. Eine Thermik am Steilhang fühlt sich anders an als eine über einer Mulde, eine am Morgen anders als eine am Nachmittag.
Wann du sie verlässt. Wie du merkst, dass es weniger wird und wo du die nächste erwartest.
Sicher in der Gruppe. Mehrere Schirme in derselben Thermik sind ein eigenes Thema: Drehrichtung, Abstand, Blick nach oben und nach unten. Das gehen wir am ersten Morgen durch, bevor wir starten.
Deinen eigenen Flug lesen. Am Abend liegt der Track auf dem Tisch: wo du weit aussen gedreht hast, wo du nachzentriert hast und was es dir an Steigen gebracht hat. Daraus werden zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge.

Landen gehört dazu. Landen ist nie ein Fehler. Wenn du dich an einem Tag unsicher fühlst, fliegst du zum Landeplatz und wir schauen am Boden, woran es lag.
Der Ablauf
Mittwoch. Uns ist wichtig, dass ihr euch am ersten Tag in Ruhe kennenlernt, deshalb ein entspanntes Ankommen: Ab Mittag trudeln alle ein. Wer früh da ist und wenn es das Wetter hergibt, geht spontan fliegen, abgemacht über den WhatsApp-Chat der Gruppe. Um 15:30 Uhr treffen wir uns im Seminarraum und lernen uns kennen: Du sagst, wo du stehst und was du dir von den Tagen wünschst. Danach essen wir zusammen, Open End.
Donnerstag bis Sonntag. Am Morgen Prognose und Theorie am Tisch, dann an den Berg, jeder an seinen. Am Abend liegen die Tracks nebeneinander und wir reden darüber, was heute aufgegangen ist und was nicht. Am Sonntag gegen 18 Uhr ist Schluss.
Zum Einlesen
Wie das klingt, kannst du vorher lesen. Im Artikel Aktiv fliegen im Herbst üben stehen die Handgriffe für Einflug und Ausflug und die Übungen am Boden, die wir im Camp zusammen machen.
Für wen es nicht passt
Wer schon Strecke fliegt und weiter kommen will, ist in einem der XC Camps besser aufgehoben. Hier bleiben wir bei der Thermik.
Und wer vier Flugtage garantiert haben will, wird enttäuscht: Das Wetter entscheidet, wie viele es werden.
Inbegriffen
- Viereinhalb Tage Begleitung durch zwei Trainer, in der Luft und am Boden
- Zwei Trainer für zwölf Leute: wir teilen nach euren Bedürfnissen auf, je nach Tag und Thema
- Jeden Morgen Meteo-Briefing: die Prognose in burnair und XCTherm für genau diesen Tag
- Theorie zur Thermik: wo sie entsteht, wo sie auslöst und wie du sie anfliegst
- Groundhandling in drei Stufen, dazu die Übungswiese
- Begleitung in der Luft per Funk und Push-to-Talk-App, Tasten und Knochenschall-Kopfhörer stellen wir
- Debriefing und Trackauswertung am Abend: aus jedem Flug nimmst du ein Learning mit
- Übungen für danach: zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge
Nicht inbegriffen
- Anreise: mit dem Zug oder dem Auto, das organisierst du selbst. Im Camp fahren wir dann kein Auto, sondern Bahn und Bus: Wo wir landen, steht am Morgen nicht fest.
- Unterkunft: Wir empfehlen die Villa Sonnenhof, unsere Base. Dort sind zurzeit Viererzimmer frei, als Richtwert rund 75 Franken pro Nacht mit Frühstück. Buchen tust du selbst, fürs Aufteilen der Viererzimmer gibt es eine WhatsApp-Gruppe. Einzel- und Doppelzimmer hat die Villa nur wenige; wer eines möchte, sucht sich in der Region selbst etwas. Mit dem Camper anreisen geht auch.
- Bergbahnen, Billette für Bahn und Bus, Verpflegung
- Versicherungen: Haftpflicht ist Pflicht, Unfall und Bergung dringend empfohlen
- Rückreise nach einer Aussenlandung: wir wählen die Gebiete so, dass der Rückweg mit dem ÖV funktioniert
Was du selbst organisierst
- Deine Unterkunft: Du buchst sie selbst. Wer ein Viererzimmer in der Villa Sonnenhof möchte, sagt es im Buchungsformular und teilt sich die Zimmer in einer WhatsApp-Gruppe mit den anderen auf
Wie ein Tag abläuft
- 08:00
Prognose im Seminarraum
Wir lesen die Lage gemeinsam, in modernen Tools wie burnair oder XCTherm.
- 09:00
Theorie
Das Thema des Tages am Tisch.
- 10:30
An den Berg
Je nach Lage an den First, ans Niederhorn oder an den Niesen. Fliegt es nicht, Groundhandling auf einer Wiese in der Nähe.
- 16:00
Rückweg
Mit dem ÖV zurück nach Interlaken.
- 18:30
Abendessen
Gemeinsam in Interlaken.
- 19:30
Tracks und Debriefing
Die Tracks nebeneinander. Der wichtigste Teil des Tages.
Zeiten sind Richtwerte. Das Wetter verschiebt sie, nicht der Plan.
Voraussetzungen
- Gültiges Brevet: SHV oder IPPI 4
- Du hast das Schweizer Brevet oder mindestens IPPI 4 und willst Thermik gezielt finden und ausdrehen.
- Lufttüchtiges, geprüftes Material: der Schirm darf ausdrücklich ein A oder B sein
- Vario mit GPS
- Haftpflichtversicherung mit mindestens einer Million Franken Deckung, dazu Unfall- und Bergungsversicherung
- Handy mit Datenabo: die Verständigung in der Luft läuft über eine Push-to-Talk-App (Zello)
- Vier Tage am Stück Zeit. Kurzfristiger geht es über die XC Days.
Ich fliege mit dir, ich fliege nicht für dich. Start, Route, Umkehr und Landung entscheidest du: meine Einschätzung ist eine Empfehlung, keine Freigabe.
Termine und Ablauf
- Ob es stattfindet
- Spätestens 5. Mai 2027, drei Wochen vorher. Ab 6 Personen ist das Camp gesetzt; kommen weniger zusammen, sage ich ab und du bekommst alles Bezahlte zurück.
- Wenn das Wetter nicht will
- Dieses Camp findet statt, auch wenn die Prognose wenig Flugtage hergibt. An einem Tag ohne Flugwetter arbeiten wir am Boden: Theorie zur Thermik, Wetterfenster finden, Groundhandling und die Übungswiese. Läuft es an einem Tag am Ausgangsort nicht, fahren wir dorthin, wo es geht.
- Ausgangsort
- Interlaken
- Anreise
- Mittwoch, 26. Mai 2027, ab Mittag: lockeres Eintreffen, wer früh da ist, fliegt spontan, abgemacht über den WhatsApp-Chat. Um 15:30 Uhr Kennenlernen im Seminarraum, danach Abendessen, Open End.
- Ende
- Sonntag, 30. Mai 2027, gegen 18:00 Uhr
Welches Camp passt zu mir?
Jedes Camp setzt voraus, dass du Thermik fliegst. Darüber unterscheiden sich die Camps in dem, was du mitbringst und was du willst. Drei Sätze, einer davon trifft auf dich zu und dahinter stehen die Camps, die dafür gebaut sind.
- Streckenfliegen lernen
- Du drehst in einfacher Thermik auf. Strecke bist du noch kaum geflogen, deine Flüge waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.Danach fliegst du dieselbe Linie noch einmal, diesmal ohne mich am Funk.Saisonstart im Tessin 15.–18. Apr. 2027Das Goms 13.–16. Mai 2027Thermikcamp im Berner Oberland 26.–30. Mai 2027 · diese Seite
- Weiter fliegen
- Du fliegst Thermik und bist schon Strecke geflogen: etwa zwanzig Kilometer und mehr stehen. Jetzt willst du weiter als bisher, längere Linien, ein neues Gebiet oder das hochalpine Gelände.Danach entscheidest du unterwegs selbst: wann du gehst, wo du querst, wann du umkehrst.Frühling im Wallis 6.–9. Mai 2027Zwischen den Viertausendern 5.–8. Aug. 2027Zwischen den Viertausendern, zweite Woche 12.–15. Aug. 2027Die Walliser Südtäler 2.–5. Sept. 2027Herbst zwischen den Viertausendern 9.–12. Sept. 2027
- Grosse Linien
- Dreissig bis achtzig Kilometer stehen schon und du willst die grossen Linien eines Gebiets gemeinsam fliegen, von Tal zu Tal.Danach liest du den Tag selbst und legst die Linie danach, statt einer fertigen zu folgen.XC Camp Flex – Am besten Ort 14.–20. Juni 2027
Noch nicht so weit? Drehst du noch nicht in jeder Thermik auf, musst du nicht warten, bis es von allein kommt: Ein Coaching-Tag zu zweit zeigt, wo du stehst und du nimmst zwei, drei Übungen für die nächsten Flüge mit. Über die Saison dazu Briefing und Debriefing, damit aus jedem Flug ein Learning wird.
Bist du unsicher, welcher Satz deiner ist, schreib mir mit einem Satz, wo du stehst: Flüge, Schirm, längster Flug. Ich sage dir ehrlich, welches Camp bei dir dran ist und wenn es keines ist, sage ich das auch. Und wenn ihr zu dritt oder zu viert am selben Punkt steht, mache ich daraus Tage nur für euch.



