Die Walliser Südtäler
Vier Tage hochalpin zwischen Matterhorn und Verbier: über den grossen Wänden und von Tal zu Tal, bei guter Thermik und schwachem bis mässigem Talwind. Dazu Herbstlicht und der erste Neuschnee auf den Viertausendern.
Für dich, wenn das stimmt: Du drehst in der Thermik auf und hast schon erste Strecken geflogen. Die grossen Berge schaust du dir schon länger an.
Der nächste Schritt ist das hochalpine Gelände zur ruhigsten Zeit des Jahres: Im September sind Thermik und Talwind mässig und das Gelände dadurch zugänglicher.

Wenn du mich fragst, wann ich im Wallis am liebsten fliege, sage ich September.
Die Sonne steht tiefer, die Thermik bleibt gut, wird aber weniger kräftig als im Hochsommer und genau deshalb geht plötzlich mehr. Denn mit der Thermik lässt auch der Talwind nach. Was im August noch ein Gegner ist, ist jetzt mässig. Und weil beides zusammen ruhiger wird, wird das hochalpine Gelände zugänglicher und einfacher zu erleben.
Dazu kommt das Licht. Die Lärchen fangen an zu färben, der erste Neuschnee liegt auf den Viertausendern und die Luft ist so klar, dass du weit über das Wallis hinausschaust.
Der schönste Flug deines Lebens kann eine Runde zwischen Weisshorn und Zinalrothorn sein.
Für wen dieses Camp gedacht ist
Für dich, wenn du in der Thermik aufdrehst, deinen Hausberg kennst und dir die grossen Berge schon länger anschaust. Und wenn du sie fliegen willst, solange die Thermik gut und der Talwind schwach bis mässig ist.
Wohin wir fliegen
Ausgangspunkt ist Vercorin, oberhalb von Sierre am Eingang des Val d’Anniviers. Am Morgen geht es oft erst einmal hinunter ins Tal: ein Abgleiter nach Grimentz, dann mit der Bahn hinauf nach Sorebois über Zinal. Damit stehst du schon am Mittag mitten drin, mit den grossen Wänden vor dir.
Je nach Tag geht es auch anders: Auf dem Crêt du Midi stehen uns Start- plätze nach Osten und nach Westen zur Verfügung, wir können also der Sonne folgen. Oder wir gleiten tiefer ins Tal ab und steigen von dort an einem anderen Startplatz wieder ein.
Von da an entscheidet der Tag: weiter hinein ins Anniviers oder hinüber Richtung Mattertal. Die Querungen besprechen wir, bevor wir sie fliegen: wie hoch du sein musst, wie der Wind im nächsten Tal ist, was du machst, wenn es nicht trägt.
Wenn das Wallis mal nicht liefert
Auch im Herbst sind die Nordalpen oder die Südalpen erreichbar, beide mit ganz anderem Wetter. Aus einer mässigen Lage lässt sich so fast immer noch ein guter Tag holen.
Was du lernst
Die Prognose deuten. Welcher Tag etwas hergibt und wo an ihm die Potenziale und die Gefahren liegen.
Den Streckenflug planen. Die Linie vorher durchgehen: wo die Schlüsselstellen sind, wo die Gefahren und wo die Landeplätze.
Wo die Thermik entsteht und wie sie abreisst. Abrisskanten im hochalpinen Gelände haben ihren eigenen Charakter. Den bringe ich dir bei.
Gefahren erkennen. Wie fliesst der Wind in den hohen Bergen? Wo entsteht ein Lee und wie weit reicht es?
Mit steilem Gelände umgehen. Wo du die Thermik suchst, wann sich Achtern lohnt und wann Kreisen die bessere Technik ist.
Linien an hohen Bergen. Wenn die Wand achthundert Meter hoch ist statt zweihundert, verschiebt sich alles: wo du ansetzt, wie hoch du sein musst, wann du gehst.
Schlüsselstellen. Erkennen, analysieren und sauber lösen.
Wo dir eine Stelle Respekt einflösst. Die gehen wir vorher zusammen durch: Was musst du sehen, damit du sie fliegst? Wo liegt dein Umkehrpunkt? Weiter kommen und sicher unterwegs sein ist dabei dieselbe Frage, nicht zwei.
Für wen es nicht passt
Wer Lust hat, weite Strecken zu fliegen, ist im Frühling im Wallis besser aufgehoben: dort sind die Tage länger und die Strecken weiter. Und wer die Thermik noch sucht und beim Aufdrehen noch arbeiten muss, hat es im September schwerer als im Frühling: Schwache Thermik braucht Geduld. Der bessere Anfang ist dann ein Coaching-Tag zu zweit.
Inbegriffen
- Vier Tage Begleitung, in der Luft und am Boden
- Jeden Morgen Meteo-Briefing und Gebietsbriefing
- Begleitung über die App Zello: den Push-to-Talk-Knopf schenke ich dir, Headset und PMR-Funkgerät leihe ich dir
- Gebietswahl mit Blick auf den ÖV: nach einer Aussenlandung kommst du in der Regel mit dem Zug zurück
- Debriefing und Trackauswertung am Abend: aus jedem Flug nimmst du ein Learning mit
- Übungen für danach: Was dir gut gelungen ist und was noch besser geht, mache ich dir zu zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge
- Ein Gespräch unter vier Augen über dein Ziel für diese vier Tage
Nicht inbegriffen
- Anreise: mit dem Zug oder dem Auto, das organisierst du selbst. Im Camp fahren wir dann kein Auto, sondern Bahn und Bus: Wo wir landen, steht am Morgen nicht fest.
- Unterkunft: du buchst sie selbst. Das ist Absicht: Die einen schlafen im Camper, die anderen im Hotel und Vorreservieren kostet beide Zeit und Geld. Empfehlungen bekommst du von mir.
- Bergbahnen, Billette für Bahn und Bus, Verpflegung
- Versicherungen: Haftpflicht ist Pflicht, Unfall und Bergung dringend empfohlen
- Rückreise nach einer Aussenlandung: wir wählen die Gebiete so, dass der Rückweg mit dem ÖV funktioniert
Was du selbst organisierst
- Warme Sachen, im September wird es in der Höhe schnell kalt
- Deine Unterkunft in Vercorin oder im Val d'Anniviers: die buchst du selbst, Empfehlungen bekommst du von mir
Wie ein Tag abläuft
- 08:00
Meteo-Briefing
Wir lesen die Lage gemeinsam und legen Plan A, Plan B und Plan Z fest.
- 08:45
Gebietsbriefing
Start- und Landeplätze, Luftraum, die Stellen, an denen man hier aufpasst.
- 11:00
In die Luft
Streckenflug mit Begleitung über Zello: mal fliege ich vor, mal fliege ich mit.
- 16:00
Rückweg
Mit dem ÖV zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs wird schon das Meiste besprochen.
- 18:30
Auswertung
Die Tracks nebeneinander, auch meiner. Der wichtigste Teil des Tages.
- 20:00
Ausklang
Gemeinsam essen, wer mag. Freiwillig, vier Tage am Berg sind auch anstrengend.
Zeiten sind Richtwerte. Das Wetter verschiebt sie, nicht der Plan.
Voraussetzungen
- Gültiges Brevet: SHV oder IPPI 4
- Du drehst in der Thermik auf und hast schon erste Strecken geflogen. Die grossen Berge schaust du dir schon länger an.
- Lufttüchtiges, geprüftes Material: der Schirm darf ausdrücklich ein A oder B sein
- Vario mit GPS
- Haftpflichtversicherung mit mindestens einer Million Franken Deckung, dazu Unfall- und Bergungsversicherung
- Handy mit Datenabo: die Verständigung in der Luft läuft über die App Zello
- Vier Tage am Stück Zeit. Kurzfristiger geht es über die XC Days.
Was über dir hängt, ist mir dabei ziemlich egal: Es entscheidet die Linie und der richtige Tag, nicht das Material.
Ich fliege mit dir, ich fliege nicht für dich. Start, Route, Umkehr und Landung entscheidest du: meine Einschätzung ist eine Empfehlung, keine Freigabe.
Termine und Ablauf
- Ob es stattfindet
- Spätestens 12. August 2027, drei Wochen vorher. Ab 4 Personen ist das Camp gesetzt; kommen weniger zusammen, sage ich ab und du bekommst alles Bezahlte zurück.
- Wenn das Wetter nicht will
- Gibt die Prognose ungefähr zweieinhalb Flugtage her, findet das Camp statt. Läuft es an einem einzelnen Tag am Ausgangsort nicht, fahren wir dorthin, wo es geht: Deine Unterkunft bleibt, wo sie ist und wenn die Strecke es verlangt, organisiere ich einen Fahrer. Sieht die ganze Woche deutlich schlechter aus, verschiebe ich das Camp. An einem Tag, an dem gar nichts geht, arbeiten wir am Boden.
- Ausgangsort
- Vercorin
- Anreise
- 1. September 2027. Am Vorabend anzureisen ist keine Pflicht, macht den ersten Tag aber deutlich entspannter.
- Erster Flugtag
- Donnerstag, 2. September 2027, Treffen um 08:00 Uhr
- Ende
- Sonntag, 5. September 2027, gegen 18:00 Uhr
Welches Camp passt zu mir?
Jedes Camp setzt voraus, dass du Thermik fliegst. Darüber unterscheiden sich die Camps in dem, was du mitbringst und was du willst. Drei Sätze, einer davon trifft auf dich zu und dahinter stehen die Camps, die dafür gebaut sind.
- Streckenfliegen lernen
- Du drehst in einfacher Thermik auf. Strecke bist du noch kaum geflogen, deine Flüge waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.Danach fliegst du dieselbe Linie noch einmal, diesmal ohne mich am Funk.Saisonstart im Tessin 15.–18. Apr. 2027Das Goms 13.–16. Mai 2027
- Weiter fliegen
- Du fliegst Thermik und bist schon Strecke geflogen: etwa zwanzig Kilometer und mehr stehen. Jetzt willst du weiter als bisher, längere Linien, ein neues Gebiet oder das hochalpine Gelände.Danach entscheidest du unterwegs selbst: wann du gehst, wo du querst, wann du umkehrst.Frühling im Wallis 6.–9. Mai 2027XC Camp Flex – Am besten Ort 3.–6. Juni 2027Zwischen den Viertausendern 5.–8. Aug. 2027Die Walliser Südtäler 2.–5. Sept. 2027 · diese Seite
Noch nicht so weit? Drehst du noch nicht in jeder Thermik auf, musst du nicht warten, bis es von allein kommt: Ein Coaching-Tag zu zweit zeigt, wo du stehst und du nimmst zwei, drei Übungen für die nächsten Flüge mit. Über die Saison dazu Briefing und Debriefing, damit aus jedem Flug ein Learning wird.
Bist du unsicher, welcher Satz deiner ist, schreib mir mit einem Satz, wo du stehst: Flüge, Schirm, längster Flug. Ich sage dir ehrlich, welches Camp bei dir dran ist und wenn es keines ist, sage ich das auch. Und wenn ihr zu dritt oder zu viert am selben Punkt steht, mache ich daraus Tage nur für euch.