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streckenfliegenXC Days

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Saisonstart im Tessin

Vier Tage auf der Sonnenseite der Alpen, um Streckenfliegen zu lernen: von Mornera Richtung Cimetta und wieder zurück, den steilen Sonnenhängen entlang, die früh auslösen. Landewiese und Bahnhof sind jederzeit in Reichweite.

Für dich, wenn das stimmt: Du drehst in einfacher Thermik auf und freust dich über Unterstützung am Funk. Du willst Streckenfliegen lernen: Deine Flüge bisher waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.

Der nächste Schritt ist nicht der weite Flug, sondern der erste, bei dem du weisst, warum du gehst. Die Linie üben wir vom ersten Tag an.

Blick vom Cimetta hinunter auf Locarno, das Maggia-Delta und den Lago Maggiore, gegenüber bewaldete Hänge, am Horizont Kette um Kette der Tessiner Berge.
Foto: Gzzz, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons

Vier Tage, eine Hangkette, sechs Leute, die alle am selben Punkt stehen.

Wir fliegen von Mornera Richtung Cimetta und wieder zurück, den Hängen entlang: steil, südexponiert und deshalb früh auslösend. Die Linie gehen wir am Morgen zusammen durch. Ich gebe dir das Rüstzeug für einen ganzen Flugtag mit: den passenden Tag in der Prognose erkennen, im richtigen Moment starten, die erste Thermik finden und zentrieren, weiterziehen bis zur Querung und am Abend aus dem Track lernen. Das kann man üben und zwar am besten, bevor die Saison richtig anfängt.

In der Luft fliege ich vor und zeige dir, wo die nächste Thermik steht und ich sage dir, wann es Zeit ist, weiterzugehen. Mit jedem Tag sage ich weniger und du entscheidest mehr. Geflogen wird dein Flug.

Warum das Tessin

Die Strecke hier führt den Hängen entlang: von Mornera oberhalb von Bellinzona Richtung Cimetta über Locarno, von Thermikhang zu Thermikhang, ohne grosse Querungen. Die Hänge liegen steil in der Sonne und lösen deshalb früh aus, du bekommst also schon am Vormittag deine Versuche. Unter dir liegen die ganze Zeit Wiesen und die Bahnlinie. Fürs Lernen ist das ein grosser Unterschied: eine Entscheidung nach der anderen, nie drei auf einmal.

Und der Plan Z, also der Ausstieg, liegt hier fast immer unter dir. Die Landewiesen planen wir am Morgen gemeinsam und weiter geht es nur, wenn du die nächste erreichen kannst. Wo du landest, steht am Morgen noch nicht fest und trotzdem weisst du schon, wie du zurückkommst: zu Fuss zum nächsten Bahnhof und der Zug bringt dich nach Bellinzona. Ich finde, genau das macht den Kopf frei und mit einem freien Kopf fliegt man besser.

Deshalb sitzen wir in Bellinzona: dem Bahnknoten des Kantons, von dem aus vier Bergbahnen in vier Richtungen erreichbar sind.

Wohin es geht

  • Von Mornera Richtung Cimetta
  • Und dieselbe Linie wieder zurück

Startplätze

  • Mornera
  • Cimetta
  • Monte Tamaro
  • Monte Lema

Welcher Startplatz es wird, entscheiden wir am Morgen nach der Lage.

Was du lernst

Die Prognose deuten. Welcher Tag etwas hergibt und wo an ihm die Potenziale und die Gefahren liegen.

Den Streckenflug planen. Die Linie vorher durchgehen: wo die Schlüsselstellen sind, wo die Gefahren und wo die Landeplätze.

Gefahren erkennen. Wo das Lee liegt, wo und wie hoch der Talwind fliesst, wo es eng wird. Und welche Optionen du dann hast.

Den Startzeitpunkt finden. Ein erstes Fenster steht in der Prognose. Am Berg prüfst du es an den Zeichen: am Hangaufwind, an den Wolken, an steigenden Vögeln. Und du spürst es, wenn der erste Aufwind durchkommt.

Mit einem Plan starten. Plan A und Plan B stehen, bevor du das Gurtzeug anziehst.

Die erste Thermik suchen und anfliegen. Wo sie ausgelöst hat, woran du das vorher siehst und aus welcher Richtung du sie anfliegst. Beim ersten Aufdrehen bin ich dabei.

Zentrieren. Wo der Kern steckt und wie du hinkommst, statt am Rand mitzudrehen. Dabei lernst du die verschiedenen Charaktere kennen: eine Thermik am Steilhang fühlt sich anders an als eine über einer Mulde, eine am Morgen anders als eine am Nachmittag.

Und dann dasselbe Spiel von vorne. Thermik um Thermik, bis die erste Querung ansteht. So entsteht ein Streckenflug, bis zur Landung.

Dabei bin ich am Funk, direkt auf dem Kopfhörer, den ich dir für die vier Tage leihe. Am Abend schauen wir uns den Track an und lernen daraus.

Wo dir eine Stelle Respekt einflösst. Die gehen wir vorher zusammen durch: Was musst du sehen, damit du sie fliegst? Wo liegt dein Umkehrpunkt? Weiter kommen und sicher unterwegs sein ist dabei dieselbe Frage, nicht zwei.

Worauf es hinausläuft: von Mornera bis zur Cimetta und wieder zurück. Ob es aufgeht, entscheidet das Wetter. Was du dafür brauchst, üben wir vom ersten Tag an.

Warum ausgerechnet April

Der Talwind ist noch schwach. Je mehr Thermikvolumen, umso stärker der Talwind. Im April fängt das Volumen erst an zu wachsen: die Zeit, in der du ihn kennenlernen kannst.

Und die Luft ist im Frühling labiler. Labil heisst: Die Luft braucht weniger Energie, um aufzusteigen. Die Thermik löst deshalb auch an kleineren und tieferen Hängen aus und du brauchst weniger Höhe, um von einer zur nächsten zu kommen. Auf der Alpensüdseite kommt dazu, dass sie früher am Tag beginnt als im Norden: Die Hänge sind schneefrei, sie liegen steil in der Sonne.

Und die Bahnen laufen. Nördlich des Gotthards beginnt nach Ostern die Revision, im Tessin beginnt nach Ostern die Saison. Für vier Tage, an denen wir jeden Morgen neu entscheiden wollen, wo wir starten, ist das die Voraussetzung.

Und danach hast du die ganze Saison vor dir. Du kannst ins Tessin zurückkommen und dieselbe Linie noch einmal fliegen, diesmal ohne mich am Funk. Oder du nimmst das Gelernte mit in dein eigenes Gebiet. Wer gleich weitermachen will: Vier Wochen später geht es im Goms weiter, dieselbe Sache in einem neuen Tal.

Für wen es nicht passt

Wer frisch brevetiert ist und die Thermik noch sucht, hat hier vier anstrengende Tage und wenig davon: Im April ist die Luft auf der Südseite ruppiger als das Bild vom Frühling vermuten lässt. Der bessere Anfang ist dann ein Coaching-Tag zu zweit: Schreib mir, dann sage ich dir, was bei dir als Nächstes dran ist. Und wer im April vier Flugtage garantiert haben will, wird enttäuscht: Das Wetter entscheidet, wie viele es werden.

Wer schon dreissig Kilometer geflogen ist, findet bei den anderen Camps die längeren Linien.

Inbegriffen

  • Vier Tage Begleitung, in der Luft und am Boden
  • Jeden Morgen Meteo-Briefing und Gebietsbriefing
  • Begleitung über die App Zello: den Push-to-Talk-Knopf schenke ich dir, Headset und PMR-Funkgerät leihe ich dir
  • Eine Linie, die wir vorher gemeinsam durchgehen: von Thermik zu Thermik, mit den Landewiesen dazwischen
  • Das Fluggebiet wählen wir jeden Morgen neu nach Wetterlage: Mornera, Cimetta, Monte Tamaro oder Monte Lema
  • Gebietswahl mit Blick auf den ÖV: nach einer Aussenlandung kommst du in der Regel mit dem Zug zurück
  • Debriefing und Trackauswertung am Abend: aus jedem Flug nimmst du ein Learning mit
  • Übungen für danach: Was dir gut gelungen ist und was noch besser geht, mache ich dir zu zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge
  • Ein Gespräch unter vier Augen über dein Ziel für diese vier Tage

Nicht inbegriffen

  • Anreise: mit dem Zug oder dem Auto, das organisierst du selbst. Im Camp fahren wir dann kein Auto, sondern Bahn und Bus: Wo wir landen, steht am Morgen nicht fest.
  • Unterkunft: du buchst sie selbst. Das ist Absicht: Die einen schlafen im Camper, die anderen im Hotel und Vorreservieren kostet beide Zeit und Geld. Empfehlungen bekommst du von mir.
  • Bergbahnen, Billette für Bahn und Bus, Verpflegung
  • Versicherungen: Haftpflicht ist Pflicht, Unfall und Bergung dringend empfohlen
  • Rückreise nach einer Aussenlandung: wir wählen die Gebiete so, dass der Rückweg mit dem ÖV funktioniert

Was du selbst organisierst

  • Deine Unterkunft in Bellinzona oder Umgebung: die buchst du selbst, Empfehlungen bekommst du von mir
  • Ein Tagespass oder das Halbtax: wir fahren im Camp mit Zug und Bus, auch zu den Startplätzen
Wie ein Tag abläuft
  1. 08:00

    Meteo-Briefing

    Wir lesen die Lage gemeinsam und legen Plan A, Plan B und Plan Z fest.

  2. 08:45

    Gebietsbriefing

    Start- und Landeplätze, Luftraum, die Stellen, an denen man hier aufpasst.

  3. 11:00

    In die Luft

    Streckenflug mit Begleitung über Zello: mal fliege ich vor, mal fliege ich mit.

  4. 16:00

    Rückweg

    Mit dem ÖV zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs wird schon das Meiste besprochen.

  5. 18:30

    Auswertung

    Die Tracks nebeneinander, auch meiner. Der wichtigste Teil des Tages.

  6. 20:00

    Ausklang

    Gemeinsam essen, wer mag. Freiwillig, vier Tage am Berg sind auch anstrengend.

Zeiten sind Richtwerte. Das Wetter verschiebt sie, nicht der Plan.

Voraussetzungen

  • Gültiges Brevet: SHV oder IPPI 4
  • Du drehst in einfacher Thermik auf und freust dich über Unterstützung am Funk. Du willst Streckenfliegen lernen: Deine Flüge bisher waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.
  • Lufttüchtiges, geprüftes Material: der Schirm darf ausdrücklich ein A oder B sein
  • Vario mit GPS
  • Haftpflichtversicherung mit mindestens einer Million Franken Deckung, dazu Unfall- und Bergungsversicherung
  • Handy mit Datenabo: die Verständigung in der Luft läuft über die App Zello
  • Vier Tage am Stück Zeit. Kurzfristiger geht es über die XC Days.

Was über dir hängt, ist mir dabei ziemlich egal: Es entscheidet die Linie und der richtige Tag, nicht das Material.

Ich fliege mit dir, ich fliege nicht für dich. Start, Route, Umkehr und Landung entscheidest du: meine Einschätzung ist eine Empfehlung, keine Freigabe.

Termine und Ablauf

Ob es stattfindet
Spätestens 25. März 2027, drei Wochen vorher. Ab 4 Personen ist das Camp gesetzt; kommen weniger zusammen, sage ich ab und du bekommst alles Bezahlte zurück.
Wenn das Wetter nicht will
Gibt die Prognose ungefähr zweieinhalb Flugtage her, findet das Camp statt. Läuft es an einem einzelnen Tag am Ausgangsort nicht, fahren wir dorthin, wo es geht: Deine Unterkunft bleibt, wo sie ist und wenn die Strecke es verlangt, organisiere ich einen Fahrer. Sieht die ganze Woche deutlich schlechter aus, verschiebe ich das Camp. An einem Tag, an dem gar nichts geht, arbeiten wir am Boden.
Ausgangsort
Bellinzona
Anreise
14. April 2027. Am Vorabend anzureisen ist keine Pflicht, macht den ersten Tag aber deutlich entspannter.
Erster Flugtag
Donnerstag, 15. April 2027, Treffen um 08:00 Uhr
Ende
Sonntag, 18. April 2027, gegen 18:00 Uhr
Welches Camp passt zu mir?

Jedes Camp setzt voraus, dass du Thermik fliegst. Darüber unterscheiden sich die Camps in dem, was du mitbringst und was du willst. Drei Sätze, einer davon trifft auf dich zu und dahinter stehen die Camps, die dafür gebaut sind.

Streckenfliegen lernen
Du drehst in einfacher Thermik auf. Strecke bist du noch kaum geflogen, deine Flüge waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.Danach fliegst du dieselbe Linie noch einmal, diesmal ohne mich am Funk.Saisonstart im Tessin 15.–18. Apr. 2027 · diese SeiteDas Goms 13.–16. Mai 2027
Weiter fliegen
Du fliegst Thermik und bist schon Strecke geflogen: etwa zwanzig Kilometer und mehr stehen. Jetzt willst du weiter als bisher, längere Linien, ein neues Gebiet oder das hochalpine Gelände.Danach entscheidest du unterwegs selbst: wann du gehst, wo du querst, wann du umkehrst.Frühling im Wallis 6.–9. Mai 2027XC Camp Flex – Am besten Ort 3.–6. Juni 2027Zwischen den Viertausendern 5.–8. Aug. 2027Die Walliser Südtäler 2.–5. Sept. 2027

Noch nicht so weit? Drehst du noch nicht in jeder Thermik auf, musst du nicht warten, bis es von allein kommt: Ein Coaching-Tag zu zweit zeigt, wo du stehst und du nimmst zwei, drei Übungen für die nächsten Flüge mit. Über die Saison dazu Briefing und Debriefing, damit aus jedem Flug ein Learning wird.

Bist du unsicher, welcher Satz deiner ist, schreib mir mit einem Satz, wo du stehst: Flüge, Schirm, längster Flug. Ich sage dir ehrlich, welches Camp bei dir dran ist und wenn es keines ist, sage ich das auch. Und wenn ihr zu dritt oder zu viert am selben Punkt steht, mache ich daraus Tage nur für euch.

Schreib mir, wo du stehst

15.–18. Apr. 2027noch 4 von 6 frei
Platz anfragen

Spontane XC Days

Die Community

Die ersten Ansagen kommen ab Februar 2027: fünf Tage vorher die Tendenz, drei Tage vorher der Plan, 48 Stunden vorher die verbindliche Ansage. Senden kann nur ich und die anderen sehen deine Nummer nicht.

Damit ich dich in der Community zuordnen kann.

Wo stehst du?

Wie ein Flugtag abläuft und was er kostet, steht auf /xc-days/. Ab 3 Personen steht ein Tag; mit der Zusage gelten die AGB. Was mit deinen Angaben passiert, steht im Datenschutz.