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streckenfliegenXC Days

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Zwischen den Viertausendern

Vier Tage im Wallis, von der Aletschregion bis in die Südtäler. Hochalpines Streckenfliegen, Querung für Querung: technisch, mit hoher Basis und an den grossen Tagen über den Alpenhauptkamm.

Für dich, wenn das stimmt: Du drehst in der Thermik auf und bist schon Strecken und Talquerungen geflogen. Jetzt möchtest du das hochalpine Gelände erleben.

Der nächste Schritt ist die Höhe: auf Augenhöhe mit Bergen, zu denen du sonst hochschaust. Querung für Querung, nicht auf einmal.

Blick aus der Luft über einen scharfen Felsgrat, rechts zieht sich der Grosse Aletschgletscher ins Tal, am Horizont die verschneiten Viertausender.

Anfang August ist die Basis im Wallis oft sehr hoch. Du sitzt auf Augenhöhe mit Bergen, an denen du sonst hochschaust: Weisshorn, Zinalrothorn, Obergabelhorn, Dent Blanche und irgendwann steht das Matterhorn im Bild. Wir fliegen quer von Tal zu Tal und entdecken auf hohen Linien immer neue Gebiete: von einer Überquerung des Alpenhauptkamms übers Finsteraarhorn bis zum Flug am Morgen ins Mattertal, über den Osthang.

Diese Höhe entscheidet auch, wie wir fliegen. Wir kommen über den Abrisskanten an und steigen mit Abstand zum Fels. Achtern dicht an der Wand kommt selten vor. Zu jeder Flanke, die wir anfliegen, gehört ein Plan B und ein Plan C, also die Antwort darauf, wohin du gehst, wenn es dort nicht trägt.

Wohin wir fliegen

Ausgangspunkt ist Fiesch. Von dort sind die Startplätze der ganzen Region in dreissig bis sechzig Minuten erreichbar und welcher es wird, entscheidet der Morgen, nach Lage, Basis und Talwind.

Der Tag, auf den es im August am häufigsten hinausläuft, bleibt in der Aletschregion: Fiesch, hinaus über den Gletscher, mit dem Finsteraarhorn im Blick und an den grossen Tagen weiter ins Berner Oberland. Die Basis steht dann so hoch, dass Querungen gehen, für die im Frühling die Höhe fehlt.

Von da an entscheidet der Tag: weiter Richtung Grimsel, hinüber Richtung Zermatt oder hinunter in die Südtäler. Jede dieser Querungen ist eine eigene Entscheidung: wie hoch du sein musst, wie der Wind im nächsten Tal ist, was du machst, wenn es nicht trägt. Diese Frage stellst du dir hier mehrmals am Tag.

Wohin es sonst geht

  • Aletschregion mit dem Aletschgletscher
  • Mattertal Richtung Zermatt
  • Saastal
  • Grimselregion

Wenn das Wallis mal nicht liefert

Von Fiesch aus sind die Nordalpen oder die Südalpen erreichbar, beide mit ganz anderem Wetter. Wenn es im Wallis mal nicht perfekt aussieht, lässt sich so meistens trotzdem ein guter Tag herausholen.

Was du lernst

Die Prognose deuten. Welcher Tag etwas hergibt und wo an ihm die Potenziale und die Gefahren liegen.

Den Streckenflug planen. Die Linie vorher durchgehen: wo die Schlüsselstellen sind, wo die Gefahren und wo die Landeplätze.

Wo die Thermik entsteht und wie sie abreisst. Abrisskanten im hochalpinen Gelände haben ihren eigenen Charakter. Den bringe ich dir bei.

Gefahren erkennen. Wie fliesst der Wind in den hohen Bergen? Wo entsteht ein Lee und wie weit reicht es?

Mit steilem Gelände umgehen. Wo du die Thermik suchst, wann sich Achtern lohnt und wann Kreisen die bessere Technik ist.

Linien an hohen Bergen. Wenn die Wand achthundert Meter hoch ist statt zweihundert, verschiebt sich alles: wo du ansetzt, wie hoch du sein musst, wann du gehst.

Schlüsselstellen. Erkennen, analysieren und sauber lösen.

Wo dir eine Stelle Respekt einflösst. Die gehen wir vorher zusammen durch: Was musst du sehen, damit du sie fliegst? Wo liegt dein Umkehrpunkt? Weiter kommen und sicher unterwegs sein ist dabei dieselbe Frage, nicht zwei.

Warum die Südtäler im August

Hochsommer heisst im Wallis: hohe Basis, kräftige Thermik und Talwinde, die inzwischen mit voller Kraft laufen. In den Südtälern arbeitet das für dich: sie sind schmal und hoch und an den Hängen trägt fast überall etwas. Man muss sie nur lesen können.

Der ehrliche Teil dazu: Diese Täler verlangen mehr Aufmerksamkeit als ein breites Voralpental. Lee ist hier ein Thema, der Talwind auch und die Landeoptionen werden weniger. Wir gehen deshalb nur weiter, wenn wir eine sichere erreichen können. Jede Querung besprechen wir, bevor wir sie fliegen. Am Morgen stehen Plan A, Plan B und Plan Z.

Der Massstab, an dem wir jede Querung messen: Kommst du mit deiner Gleitzahl noch ins Haupttal zurück? Rechnen musst du das für dich, ich sage dir, was ich für mich rechne. Dafür gibt es Werkzeuge wie XCTrack, burnair go oder SeeYou Navigator. Wie du sie im Flug nutzt, zeige ich dir im Camp.

Für wen es nicht passt

Wer noch nie eine Talquerung geflogen ist, hat hier vier Tage lang das Gefühl, hinterherzufliegen. Genauso, wer kräftige Thermik eher meidet oder noch kein SIV gemacht hat. Im August sind Thermik und Talwind im Wallis auf voller Kraft; dasselbe Gelände gibt es im September bei schwachem bis mässigem Talwind, in den Walliser Südtälern.

Inbegriffen

  • Vier Tage Begleitung, in der Luft und am Boden
  • Jeden Morgen Meteo-Briefing und Gebietsbriefing
  • Begleitung über die App Zello: den Push-to-Talk-Knopf schenke ich dir, Headset und PMR-Funkgerät leihe ich dir
  • Gebietswahl mit Blick auf den ÖV: nach einer Aussenlandung kommst du in der Regel mit dem Zug zurück
  • Debriefing und Trackauswertung am Abend: aus jedem Flug nimmst du ein Learning mit
  • Übungen für danach: Was dir gut gelungen ist und was noch besser geht, mache ich dir zu zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge
  • Ein Gespräch unter vier Augen über dein Ziel für diese vier Tage

Nicht inbegriffen

  • Anreise: mit dem Zug oder dem Auto, das organisierst du selbst. Im Camp fahren wir dann kein Auto, sondern Bahn und Bus: Wo wir landen, steht am Morgen nicht fest.
  • Unterkunft: du buchst sie selbst. Das ist Absicht: Die einen schlafen im Camper, die anderen im Hotel und Vorreservieren kostet beide Zeit und Geld. Empfehlungen bekommst du von mir.
  • Bergbahnen, Billette für Bahn und Bus, Verpflegung
  • Versicherungen: Haftpflicht ist Pflicht, Unfall und Bergung dringend empfohlen
  • Rückreise nach einer Aussenlandung: wir wählen die Gebiete so, dass der Rückweg mit dem ÖV funktioniert

Was du selbst organisierst

  • Warme Sachen, auf 4000 Metern ist auch im August Winter
  • Deine Unterkunft in Fiesch oder Umgebung: die buchst du selbst, Empfehlungen bekommst du von mir
Wie ein Tag abläuft
  1. 08:00

    Meteo-Briefing

    Wir lesen die Lage gemeinsam und legen Plan A, Plan B und Plan Z fest.

  2. 08:45

    Gebietsbriefing

    Start- und Landeplätze, Luftraum, die Stellen, an denen man hier aufpasst.

  3. 11:00

    In die Luft

    Streckenflug mit Begleitung über Zello: mal fliege ich vor, mal fliege ich mit.

  4. 16:00

    Rückweg

    Mit dem ÖV zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs wird schon das Meiste besprochen.

  5. 18:30

    Auswertung

    Die Tracks nebeneinander, auch meiner. Der wichtigste Teil des Tages.

  6. 20:00

    Ausklang

    Gemeinsam essen, wer mag. Freiwillig, vier Tage am Berg sind auch anstrengend.

Zeiten sind Richtwerte. Das Wetter verschiebt sie, nicht der Plan.

Voraussetzungen

  • Gültiges Brevet: SHV oder IPPI 4
  • Du drehst in der Thermik auf und bist schon Strecken und Talquerungen geflogen. Jetzt möchtest du das hochalpine Gelände erleben.
  • Lufttüchtiges, geprüftes Material: der Schirm darf ausdrücklich ein A oder B sein
  • Vario mit GPS
  • Haftpflichtversicherung mit mindestens einer Million Franken Deckung, dazu Unfall- und Bergungsversicherung
  • Handy mit Datenabo: die Verständigung in der Luft läuft über die App Zello
  • Vier Tage am Stück Zeit. Kurzfristiger geht es über die XC Days.

Was über dir hängt, ist mir dabei ziemlich egal: Es entscheidet die Linie und der richtige Tag, nicht das Material.

Ich fliege mit dir, ich fliege nicht für dich. Start, Route, Umkehr und Landung entscheidest du: meine Einschätzung ist eine Empfehlung, keine Freigabe.

Termine und Ablauf

Ob es stattfindet
Spätestens 15. Juli 2027, drei Wochen vorher. Ab 4 Personen ist das Camp gesetzt; kommen weniger zusammen, sage ich ab und du bekommst alles Bezahlte zurück.
Wenn das Wetter nicht will
Gibt die Prognose ungefähr zweieinhalb Flugtage her, findet das Camp statt. Läuft es an einem einzelnen Tag am Ausgangsort nicht, fahren wir dorthin, wo es geht: Deine Unterkunft bleibt, wo sie ist und wenn die Strecke es verlangt, organisiere ich einen Fahrer. Sieht die ganze Woche deutlich schlechter aus, verschiebe ich das Camp. An einem Tag, an dem gar nichts geht, arbeiten wir am Boden.
Ausgangsort
Landeplatz Fiesch
Anreise
4. August 2027. Am Vorabend anzureisen ist keine Pflicht, macht den ersten Tag aber deutlich entspannter.
Erster Flugtag
Donnerstag, 5. August 2027, Treffen um 08:00 Uhr
Ende
Sonntag, 8. August 2027, gegen 18:00 Uhr
Welches Camp passt zu mir?

Jedes Camp setzt voraus, dass du Thermik fliegst. Darüber unterscheiden sich die Camps in dem, was du mitbringst und was du willst. Drei Sätze, einer davon trifft auf dich zu und dahinter stehen die Camps, die dafür gebaut sind.

Streckenfliegen lernen
Du drehst in einfacher Thermik auf. Strecke bist du noch kaum geflogen, deine Flüge waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.Danach fliegst du dieselbe Linie noch einmal, diesmal ohne mich am Funk.Saisonstart im Tessin 15.–18. Apr. 2027Das Goms 13.–16. Mai 2027
Weiter fliegen
Du fliegst Thermik und bist schon Strecke geflogen: etwa zwanzig Kilometer und mehr stehen. Jetzt willst du weiter als bisher, längere Linien, ein neues Gebiet oder das hochalpine Gelände.Danach entscheidest du unterwegs selbst: wann du gehst, wo du querst, wann du umkehrst.Frühling im Wallis 6.–9. Mai 2027XC Camp Flex – Am besten Ort 3.–6. Juni 2027Zwischen den Viertausendern 5.–8. Aug. 2027 · diese SeiteDie Walliser Südtäler 2.–5. Sept. 2027

Noch nicht so weit? Drehst du noch nicht in jeder Thermik auf, musst du nicht warten, bis es von allein kommt: Ein Coaching-Tag zu zweit zeigt, wo du stehst und du nimmst zwei, drei Übungen für die nächsten Flüge mit. Über die Saison dazu Briefing und Debriefing, damit aus jedem Flug ein Learning wird.

Bist du unsicher, welcher Satz deiner ist, schreib mir mit einem Satz, wo du stehst: Flüge, Schirm, längster Flug. Ich sage dir ehrlich, welches Camp bei dir dran ist und wenn es keines ist, sage ich das auch. Und wenn ihr zu dritt oder zu viert am selben Punkt steht, mache ich daraus Tage nur für euch.

Schreib mir, wo du stehst

5.–8. Aug. 2027noch 4 von 6 frei
Platz anfragen

Spontane XC Days

Die Community

Die ersten Ansagen kommen ab Februar 2027: fünf Tage vorher die Tendenz, drei Tage vorher der Plan, 48 Stunden vorher die verbindliche Ansage. Senden kann nur ich und die anderen sehen deine Nummer nicht.

Damit ich dich in der Community zuordnen kann.

Wo stehst du?

Wie ein Flugtag abläuft und was er kostet, steht auf /xc-days/. Ab 3 Personen steht ein Tag; mit der Zusage gelten die AGB. Was mit deinen Angaben passiert, steht im Datenschutz.