Das Goms
Vier Tage in dem Gebiet, in dem Streckenfliegen lernen am einfachsten ist: das Goms hoch und wieder runter, den Rippen entlang mit klaren Abrisskanten und zuverlässiger Thermik darüber. Landewiese und Bahnhof sind jederzeit in Reichweite.
Für dich, wenn das stimmt: Du drehst in einfacher Thermik auf und freust dich über Unterstützung am Funk. Du willst Streckenfliegen lernen: Deine Flüge bisher waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.
Das Goms hinauf und wieder zurück: eine Linie, die du am zweiten Tag schon wiedererkennst. Der Schritt ist kleiner, als er von unten aussieht.

Vier Tage, ein Tal, sechs Leute, die alle am selben Punkt stehen.
Wir fliegen das Goms hoch und wieder runter, den Rippen entlang: klare Abrisskanten mit zuverlässiger Thermik darüber. Die Linie gehen wir am Morgen zusammen durch. Ich gebe dir das Rüstzeug für einen ganzen Flugtag mit: den passenden Tag in der Prognose erkennen, im richtigen Moment starten, die erste Thermik finden und zentrieren, weiterziehen bis zur Querung und am Abend aus dem Track lernen. Das kann man üben und das Goms ist, glaube ich, der einfachste Ort dafür.
In der Luft fliege ich vor und zeige dir, wo die nächste Thermik steht und ich sage dir, wann es Zeit ist, weiterzugehen. Mit jedem Tag sage ich weniger und du entscheidest mehr. Geflogen wird dein Flug.
Warum das Goms
Von Fiesch aus fährt die Bahn auf die Fiescheralp und von dort geht die Strecke direkt vor deinen Augen los. Das Goms ist ein gerades Tal, die Linie ist von Anfang bis Ende dieselbe: am Hang auf der Sonnenseite entlang, von Thermik zu Thermik, Richtung Oberwald. Fürs Lernen ist das ein grosser Unterschied: eine Entscheidung nach der anderen, nie drei auf einmal.
Und der Plan Z, also der Ausstieg, liegt hier fast immer unter dir. Im Talboden ist überall Wiese und die Bahn hält in jedem Dorf: Niederwald, Reckingen, Münster, Ulrichen, Oberwald. Wo du landest, steht am Morgen noch nicht fest und trotzdem weisst du schon, wie du zurückkommst. Ich finde, genau das macht den Kopf frei und mit einem freien Kopf fliegt man besser.
Wohin es geht
- Das Goms hinauf, Richtung Oberwald
- Und dieselbe Linie wieder zurück
Startplätze
- Fiescheralp
- Riederalp
Wenn das Goms mal nicht liefert
Von Fiesch aus sind die Nordalpen oder die Südalpen erreichbar, beide mit ganz anderem Wetter. Am Morgen kommen wir mit Zug und Bus hin. Wenn es im Goms mal nicht aufgeht, lässt sich so meistens trotzdem ein guter Tag holen.
Was du lernst
Die Prognose deuten. Welcher Tag etwas hergibt und wo an ihm die Potenziale und die Gefahren liegen.
Den Streckenflug planen. Die Linie vorher durchgehen: wo die Schlüsselstellen sind, wo die Gefahren und wo die Landeplätze.
Gefahren erkennen. Wo das Lee liegt, wo und wie hoch der Talwind fliesst, wo es eng wird. Und welche Optionen du dann hast.
Den Startzeitpunkt finden. Ein erstes Fenster steht in der Prognose. Am Berg prüfst du es an den Zeichen: am Hangaufwind, an den Wolken, an steigenden Vögeln. Und du spürst es, wenn der erste Aufwind durchkommt.
Mit einem Plan starten. Plan A und Plan B stehen, bevor du das Gurtzeug anziehst.
Die erste Thermik suchen und anfliegen. Wo sie ausgelöst hat, woran du das vorher siehst und aus welcher Richtung du sie anfliegst. Beim ersten Aufdrehen bin ich dabei.
Zentrieren. Wo der Kern steckt und wie du hinkommst, statt am Rand mitzudrehen. Dabei lernst du die verschiedenen Charaktere kennen: eine Thermik am Steilhang fühlt sich anders an als eine über einer Mulde, eine am Morgen anders als eine am Nachmittag.
Und dann dasselbe Spiel von vorne. Thermik um Thermik, bis die erste Querung ansteht. So entsteht ein Streckenflug, bis zur Landung.
Dabei bin ich am Funk, direkt auf dem Kopfhörer, den ich dir für die vier Tage leihe. Am Abend schauen wir uns den Track an und lernen daraus.
Wo dir eine Stelle Respekt einflösst. Die gehen wir vorher zusammen durch: Was musst du sehen, damit du sie fliegst? Wo liegt dein Umkehrpunkt? Weiter kommen und sicher unterwegs sein ist dabei dieselbe Frage, nicht zwei.
Worauf es hinausläuft: von der Fiescheralp bis zum Grimsel und wieder zurück. Ob es aufgeht, entscheidet das Wetter. Was du dafür brauchst, üben wir vom ersten Tag an.
Warum ausgerechnet Mai
Weil es die einfachste Zeit im Jahr ist, um Streckenfliegen zu lernen.
Der Talwind ist noch schwach. Je mehr Thermikvolumen, umso stärker der Talwind. Im Mai fängt das Volumen erst an zu wachsen: der Monat, in dem du ihn kennenlernen kannst. Dazu sind die Tage lang und der Schnee liegt noch hoch an den Hängen; die Abrisskanten siehst du schon vom Startplatz aus.
Und danach hast du den ganzen Sommer. Du kannst ins Goms zurückkommen und dieselbe Linie noch einmal fliegen, diesmal ohne mich am Funk. Oder du nimmst das Gelernte mit in ein anderes Gebiet. Das Handwerk bleibt dasselbe, nur das Tal sieht anders aus.
Für wen es nicht passt
Wer frisch brevetiert ist und die Thermik noch sucht, hat in vier Tagen in der Gruppe wenig davon. Der bessere Anfang ist dann ein Coaching-Tag zu zweit: Schreib mir, dann sage ich dir, was bei dir als Nächstes dran ist. Und wer schon dreissig Kilometer geflogen ist, ist eine Woche vorher im Camp Frühling im Wallis besser aufgehoben: gleiches Gebiet, längere Linien.
Inbegriffen
- Vier Tage Begleitung, in der Luft und am Boden
- Jeden Morgen Meteo-Briefing und Gebietsbriefing
- Begleitung über die App Zello: den Push-to-Talk-Knopf schenke ich dir, Headset und PMR-Funkgerät leihe ich dir
- Eine Linie, die wir vorher gemeinsam durchgehen: von Thermik zu Thermik, mit den Landewiesen dazwischen
- Gebietswahl mit Blick auf den ÖV: nach einer Aussenlandung kommst du mit dem Zug zurück, er hält in jedem Dorf im Goms
- Debriefing und Trackauswertung am Abend: aus jedem Flug nimmst du ein Learning mit
- Übungen für danach: Was dir gut gelungen ist und was noch besser geht, mache ich dir zu zwei, drei Übungen für deine nächsten Flüge
- Ein Gespräch unter vier Augen über dein Ziel für diese vier Tage
Nicht inbegriffen
- Anreise: mit dem Zug oder dem Auto, das organisierst du selbst. Im Camp fahren wir dann kein Auto, sondern Bahn und Bus: Wo wir landen, steht am Morgen nicht fest.
- Unterkunft: du buchst sie selbst. Das ist Absicht: Die einen schlafen im Camper, die anderen im Hotel und Vorreservieren kostet beide Zeit und Geld. Empfehlungen bekommst du von mir.
- Bergbahnen, Billette für Bahn und Bus, Verpflegung
- Versicherungen: Haftpflicht ist Pflicht, Unfall und Bergung dringend empfohlen
- Rückreise nach einer Aussenlandung: wir wählen die Gebiete so, dass der Rückweg mit dem ÖV funktioniert
Was du selbst organisierst
- Deine Unterkunft in Fiesch oder Umgebung: die buchst du selbst, Empfehlungen bekommst du von mir
Wie ein Tag abläuft
- 08:00
Meteo-Briefing
Wir lesen die Lage gemeinsam und legen Plan A, Plan B und Plan Z fest.
- 08:45
Gebietsbriefing
Start- und Landeplätze, Luftraum, die Stellen, an denen man hier aufpasst.
- 11:00
In die Luft
Streckenflug mit Begleitung über Zello: mal fliege ich vor, mal fliege ich mit.
- 16:00
Rückweg
Mit dem ÖV zurück zum Ausgangspunkt. Unterwegs wird schon das Meiste besprochen.
- 18:30
Auswertung
Die Tracks nebeneinander, auch meiner. Der wichtigste Teil des Tages.
- 20:00
Ausklang
Gemeinsam essen, wer mag. Freiwillig, vier Tage am Berg sind auch anstrengend.
Zeiten sind Richtwerte. Das Wetter verschiebt sie, nicht der Plan.
Voraussetzungen
- Gültiges Brevet: SHV oder IPPI 4
- Du drehst in einfacher Thermik auf und freust dich über Unterstützung am Funk. Du willst Streckenfliegen lernen: Deine Flüge bisher waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.
- Lufttüchtiges, geprüftes Material: der Schirm darf ausdrücklich ein A oder B sein
- Vario mit GPS
- Haftpflichtversicherung mit mindestens einer Million Franken Deckung, dazu Unfall- und Bergungsversicherung
- Handy mit Datenabo: die Verständigung in der Luft läuft über die App Zello
- Vier Tage am Stück Zeit. Kurzfristiger geht es über die XC Days.
Was über dir hängt, ist mir dabei ziemlich egal: Es entscheidet die Linie und der richtige Tag, nicht das Material.
Ich fliege mit dir, ich fliege nicht für dich. Start, Route, Umkehr und Landung entscheidest du: meine Einschätzung ist eine Empfehlung, keine Freigabe.
Termine und Ablauf
- Ob es stattfindet
- Spätestens 22. April 2027, drei Wochen vorher. Ab 4 Personen ist das Camp gesetzt; kommen weniger zusammen, sage ich ab und du bekommst alles Bezahlte zurück.
- Wenn das Wetter nicht will
- Gibt die Prognose ungefähr zweieinhalb Flugtage her, findet das Camp statt. Läuft es an einem einzelnen Tag am Ausgangsort nicht, fahren wir dorthin, wo es geht: Deine Unterkunft bleibt, wo sie ist und wenn die Strecke es verlangt, organisiere ich einen Fahrer. Sieht die ganze Woche deutlich schlechter aus, verschiebe ich das Camp. An einem Tag, an dem gar nichts geht, arbeiten wir am Boden.
- Ausgangsort
- Landeplatz Fiesch
- Anreise
- 12. Mai 2027. Am Vorabend anzureisen ist keine Pflicht, macht den ersten Tag aber deutlich entspannter.
- Erster Flugtag
- Donnerstag, 13. Mai 2027, Treffen um 08:00 Uhr
- Ende
- Sonntag, 16. Mai 2027, gegen 18:00 Uhr
Welches Camp passt zu mir?
Jedes Camp setzt voraus, dass du Thermik fliegst. Darüber unterscheiden sich die Camps in dem, was du mitbringst und was du willst. Drei Sätze, einer davon trifft auf dich zu und dahinter stehen die Camps, die dafür gebaut sind.
- Streckenfliegen lernen
- Du drehst in einfacher Thermik auf. Strecke bist du noch kaum geflogen, deine Flüge waren kürzer als etwa zwanzig Kilometer.Danach fliegst du dieselbe Linie noch einmal, diesmal ohne mich am Funk.Saisonstart im Tessin 15.–18. Apr. 2027Das Goms 13.–16. Mai 2027 · diese Seite
- Weiter fliegen
- Du fliegst Thermik und bist schon Strecke geflogen: etwa zwanzig Kilometer und mehr stehen. Jetzt willst du weiter als bisher, längere Linien, ein neues Gebiet oder das hochalpine Gelände.Danach entscheidest du unterwegs selbst: wann du gehst, wo du querst, wann du umkehrst.Frühling im Wallis 6.–9. Mai 2027XC Camp Flex – Am besten Ort 3.–6. Juni 2027Zwischen den Viertausendern 5.–8. Aug. 2027Die Walliser Südtäler 2.–5. Sept. 2027
Noch nicht so weit? Drehst du noch nicht in jeder Thermik auf, musst du nicht warten, bis es von allein kommt: Ein Coaching-Tag zu zweit zeigt, wo du stehst und du nimmst zwei, drei Übungen für die nächsten Flüge mit. Über die Saison dazu Briefing und Debriefing, damit aus jedem Flug ein Learning wird.
Bist du unsicher, welcher Satz deiner ist, schreib mir mit einem Satz, wo du stehst: Flüge, Schirm, längster Flug. Ich sage dir ehrlich, welches Camp bei dir dran ist und wenn es keines ist, sage ich das auch. Und wenn ihr zu dritt oder zu viert am selben Punkt steht, mache ich daraus Tage nur für euch.