Zum Inhalt springen
streckenfliegen
DEEN
XC Days

Vortrag bei Vertical Paragliding

Wind erkennen

Donnerstag, 11. Februar 2027 · Galerie im Restaurant Zent, Zentweg 1A, Bern · 19:30 Uhr · auch im Livestream

Blick vom Schilthorn Richtung Jungfrau: eine Felswand mit Firnfeldern, darüber eine Quellwolke vor blauem Himmel, an der Wand ein kleiner roter Gleitschirm.

Wind erkennen heisst für mich, die Luft zu lesen, bevor man in ihr steckt. Wo liegt das Lee? Wo ist der Wind stark, wo ist der Hang überspült und wo ist die Thermik so gut, dass sie den Hang schützt? Und was sagen die Wolken darüber, aus welcher Richtung es oben tatsächlich weht?

Das sind die Fragen, die ich mir vor, während und nach dem Flug ständig zu beantworten versuche. An diesem Abend machen wir den Wind sichtbar: in Bildern, im Zeitraffer und mitten im Flug.

Anmelden bei Vertical Paragliding

Der Abend

Was wir uns anschauen

Den Wind sichtbar machen

Höhenwind, Talwind und thermischer Wind: Wir schauen sie über die Wolken an, über die Live-Windwerte und mit dem Bild von Wasser. Dazu, was der eigene Versatz über den Wind sagt und wie wir dabei Wind und Thermik auseinanderhalten. Auch das Vario hilft.

Wer das alles zusammen versteht, hat ein Bild vor dem geistigen Auge, wie eine Partikelanimation. Das gibt aus meiner Sicht Sicherheit, weil man erahnt, was einen erwartet.

Was die Wolke verrät

Oben gekämmt, versetzt zur Abrisskante, zerfetzt oder gar nicht da, wo man sie erwartet: In der Wolke zeigt sich, was der Wind auf dieser Höhe macht.

Bildet sich drüben keine Wolke mehr nach, ist das noch kein Beweis für Wind. Meistens ist die Luft einfach zu trocken. An einem Pass kann es aber genau der Wind sein, der die Thermik zerreisst. Woran man das erkennt, zeige ich im Vortrag an praktischen Beispielen.

Der Talwind über den Tag

Wann setzt er heute ein, wie stark wird er und wie hoch reicht er? Die Modelle können den Talwind leider kaum rechnen. Deshalb schaue ich auf die Live-Stationen und auf das, was draussen passiert.

Luv, Lee und Prallhang

Warum eine runde Kuppe eher ein langes, weiches Lee macht, in dem es meistens nur runtergeht. Warum ein steiler Grat ein kürzeres, härteres Lee macht.

Wie man die Prallhänge von Talwind und Höhenwind erkennt und für sich nutzt. Und woran ich ein Lee erkenne.

Thermik mit Windversatz

Mit Wind neigt sich die Thermik. Wohin zielt man, wenn die Wolke versetzt zur Kante steht? Und wo liegt dann die Fläche, die sie speist?

Aus dem Flug lernen

Nur weil es gut ging, heisst das noch nicht, dass die Entscheidung gut war. Genauso lehrreich ist der Tag, an dem der Wind anders war als erwartet: Welche Information hat gefehlt? Was war da und wurde anders gelesen?

Deshalb kommt am Ende jeder Situation der Track dazu.

Mitten im Flug

So läuft eine Situation ab

Blick vom Schilthorn Richtung Jungfrau: eine Felswand mit Firnfeldern, darüber eine Quellwolke vor blauem Himmel, an der Wand ein kleiner roter Gleitschirm.
Das siehst du: die Wolke über der Wand.
Dasselbe Foto mit zwei Markierungen. Oben orange der Teil der Wolke, den der Wind nach rechts kämmt, darunter blau der Teil, der stehen bleibt.
So lese ich sie: oben gekämmt, darunter steht sie.
  1. 1Du sitzt im Cockpit. Der Anflug läuft im Zeitraffer: zwanzig Minuten in zwanzig Sekunden. Du siehst, was ich gesehen habe. Und du siehst, was sich in dieser Zeit verändert: wie die Wolke wächst, wohin sie zieht, wann der Talwind ankommt.
  2. 2Stopp an der Schlüsselstelle. Was machst du jetzt?
  3. 3Die Runde antwortet. Wir sammeln die Varianten und ich sage dazu, welche Zeichen für welche sprechen. Meistens gibt es mehr als eine gute.
  4. 4Es läuft weiter. Danach kommt der Track dazu: wo das Steigen wirklich war, wie viel Höhe die Querung gekostet hat, was der Umweg gebracht hat.

Für wen

Die brenzligen Momente entstehen selten aus dem Nichts, sondern aus einer Entscheidung, die zwanzig Minuten früher gefallen ist. Und es ist derselbe Blick, der einem wunderschöne Strecken bringt. Sicherheit und Potenzial sind für mich nicht zwei Themen, sondern dasselbe Können.

Deshalb ist der Abend für alle gedacht, egal wie weit du heute fliegst. A- und B-Schirme sind genauso gemeint.

Wann
Donnerstag, 11. Februar 2027
Beginn
19:30 Uhr
Wo
Galerie im Restaurant Zent, Zentweg 1A, Bern
Livestream
Ja, den Link gibt es nach der Anmeldung
Dauer
90 Minuten, dazu Zeit für Fragen
Eintritt
folgt
Veranstalter
Vertical Paragliding

Anmeldung

Anmelden

Die Anmeldung läuft bei Vertical Paragliding über EventFrog. Kannst du nicht nach Bern kommen, bekommst du nach der Anmeldung den Link zum Livestream.

Eine Frage, die ich an dem Abend beantworten soll? Schreib mir an info@streckenfliegen.com. Was ankommt, baue ich in den Abend ein, an der Situation, an die es gehört.

Chris Fromm im Portrait, Wollmütze und Daunenjacke, hinter ihm ein Wolkenmeer im Abendlicht.

Wer den Abend hält

Ich bin Chris Fromm, wohne bei Interlaken und fliege seit 2015. Vier Jahre davon im Wallis, dort habe ich das Streckenfliegen für mich entdeckt: Talwinde aus vier Richtungen, kräftige Thermik und jede Nord- oder Südlage macht sich bemerkbar.

Heute begleite ich Piloten auf dem Weg zur Strecke, in Camps, am Berg und online.

Chris Fromm · streckenfliegen.com · info@streckenfliegen.com

Spontane XC Days

Die Community

Die ersten Ansagen kommen ab Februar 2027: fünf Tage vorher die Tendenz, drei Tage vorher der Plan, 48 Stunden vorher die verbindliche Ansage. Senden kann nur ich und die anderen sehen deine Nummer nicht.

Damit ich dich in der Community zuordnen kann.

Wo stehst du?

Wie ein Flugtag abläuft und was er kostet, steht auf /xc-days/. Ab 3 Personen steht ein Tag; mit der Zusage gelten die AGB. Was mit deinen Angaben passiert, steht im Datenschutz.