Den Wind sichtbar machen
Höhenwind, Talwind und thermischer Wind: Wir schauen sie über die Wolken an, über die Live-Windwerte und mit dem Bild von Wasser. Dazu, was der eigene Versatz über den Wind sagt und wie wir dabei Wind und Thermik auseinanderhalten. Auch das Vario hilft.
Wer das alles zusammen versteht, hat ein Bild vor dem geistigen Auge, wie eine Partikelanimation. Das gibt aus meiner Sicht Sicherheit, weil man erahnt, was einen erwartet.
Was die Wolke verrät
Oben gekämmt, versetzt zur Abrisskante, zerfetzt oder gar nicht da, wo man sie erwartet: In der Wolke zeigt sich, was der Wind auf dieser Höhe macht.
Bildet sich drüben keine Wolke mehr nach, ist das noch kein Beweis für Wind. Meistens ist die Luft einfach zu trocken. An einem Pass kann es aber genau der Wind sein, der die Thermik zerreisst. Woran man das erkennt, zeige ich im Vortrag an praktischen Beispielen.
Der Talwind über den Tag
Wann setzt er heute ein, wie stark wird er und wie hoch reicht er? Die Modelle können den Talwind leider kaum rechnen. Deshalb schaue ich auf die Live-Stationen und auf das, was draussen passiert.
Luv, Lee und Prallhang
Warum eine runde Kuppe eher ein langes, weiches Lee macht, in dem es meistens nur runtergeht. Warum ein steiler Grat ein kürzeres, härteres Lee macht.
Wie man die Prallhänge von Talwind und Höhenwind erkennt und für sich nutzt. Und woran ich ein Lee erkenne.
Thermik mit Windversatz
Mit Wind neigt sich die Thermik. Wohin zielt man, wenn die Wolke versetzt zur Kante steht? Und wo liegt dann die Fläche, die sie speist?
Aus dem Flug lernen
Nur weil es gut ging, heisst das noch nicht, dass die Entscheidung gut war. Genauso lehrreich ist der Tag, an dem der Wind anders war als erwartet: Welche Information hat gefehlt? Was war da und wurde anders gelesen?
Deshalb kommt am Ende jeder Situation der Track dazu.